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Deutsche Forscher analysierten für diese Studie die Daten von Patienten mit einem Mindestalter von 65 Jahren, die in Bochum ambulant in physiotherapeutischer Behandlung waren. Die Gebrechlichkeit (Frailty) wurde mithilfe zweier Modelle evaluiert: dem Frailty-Phänotyp nach Fried et al., der vor allem körperliche Einschränkungen abbildet, sowie dem Gebrechlichkeitsindex nach Rockwood et al. und Mitnitski et al., der unter anderem auch psychosoziale und mentale Faktoren erfasst. Die Wissenschaftler werteten Daten von 258 Personen mit einem Durchschnittsalter von 74 Jahren aus, 62 Prozent waren Frauen. Die Patienten kamen vorwiegend (75 Prozent) wegen orthopädischer oder postoperativer Beschwerden zur Physiotherapie. Rund 18 Prozent wurden mithilfe des Frailty-Phänotyps als körperlich gebrechlich eigestuft, 43 Prozent waren kurz davor (pre-frail). Laut Gebrechlichkeitsindex waren 31 Prozent der Patienten betroffen. In beiden Modellen stieg das Risiko für Frailty mit höherem Alter und weiblichem Geschlecht. Hauptsymptome sind Erschöpfung, langsame Gehgeschwindigkeit und reduzierte Muskelkraft.