Diese Frage untersuchten US-amerikanische Forscher in ihrem im September 2018 publizierten systematischen Literaturreview mit Meta-Analyse. Sie verglichen Gehtraining mit anderen Übungsinterventionen oder Kontrollgruppen ohne Übungen. Eingeschlossen wurden 40 randomisierte kontrollierte Studien mit insgesamt 1.656 erwachsenen Patienten mit Morbus Parkinson. Das Gehtraining erzielte bessere Ergebnisse im Timed-Up-and-Go-Test als die allgemeine Übungsgruppe oder die nicht übende Kontrollgruppe. Zusätzlich zeigten die Patienten, die explizit das Gehen trainiert hatten, im Vergleich zu den nicht übenden Kontrollpersonen signifikant höhere Werte sowohl bei der schnellen als auch bei der als angenehm empfundenen Gehgeschwindigkeit und der Schrittlänge. Die Schrittfrequenz war höher als bei den übenden Kontrollprobanden. Keine wesentlichen Unterschiede zwischen Interventions- und Kontrollgruppen gab es hingegen beim Dynamic Gait Index (DGI), Sechs-Minuten-Gehtest, Freezing of Gait Questionnaire (FOG-Q) und der Zeit, in der beide Füße Bodenkontakt haben. Die Autoren schlussfolgern, dass ein spezifisches Gehtraining wirksamer ist zur Verbesserung des Gehens als allgemeine Übungsinterventionen. Die genaue Dosierung sowie die Auswirkung auf die Ausdauerfähigkeit und das Freezing-Phänomen sollten noch weiter untersucht werden.