Lehre
pt September 2021

Gesundheitseinstellungen schon im Studium beeinflussen

Ein Trainingsmodul für die Lehre

Menschen mit Kreuzschmerzen müssen aktiv bleiben. Das ist längst bekannt, die Umsetzung in der Praxis ist aber nach wie vor eine Herausforderung. Ein Forschungsteam ging der Frage nach, ob sich ein gezieltes Training im Rahmen des Studiums auf die Gesundheitseinstellungen der Studierenden auswirkt.

Ein Beitrag von Tanja Boßmann
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Aus der Forschung ist bekannt, dass inadäquate Gesundheitseinstellungen in Bezug auf Rückenschmerzen Prädiktoren für den Genesungsverlauf sind. Die breite Öffentlichkeit glaubt immer noch, dass Schmerzen im Bereich der Wirbelsäule eine ernsthafte Erkrankung sind, der Rücken grundsätzlich anfällig ist und daher geschützt werden muss. Diese Überzeugungen können dann Angst-Vermeidungsverhalten und Katastrophisierungstendenzen auslösen. Die Kluft zwischen den aus der Forschung bekannten Fakten und den in der Praxis vermittelten Informationen ist immer noch groß. Dieses Problem ist weltweit bekannt und führt dazu, dass viele Menschen mit Rückenschmerzen keine adäquate Versorgung erhalten.

Und an dieser Stelle kommen die Gesundheitseinstellungen des Therapieteams ins Spiel. Wenn Therapeutinnen und Therapeuten selbst an alten Denkmustern festhalten, ist das ein wesentliches Hindernis für die Umsetzung von Empfehlungen aus Leitlinien. Um diesen Problemen zu begegnen, ist es also sinnvoll, schon in Ausbildung und Studium entsprechend einzugreifen und spezifische Lehrmodule anzubieten. Ein Forschungsteam aus der Schweiz ging daher im Rahmen einer Beobachtungsstudie der Frage nach, ob sich ein neues Modul zur Förderung adäquater Gesundheitseinstellungen positiv auf die Ansichten von Studierenden im zweiten Jahr auswirkt.

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pt September 2021

Erschienen am 10. September 2021