Menschen mit Kreuzschmerzen müssen aktiv bleiben. Das ist längst bekannt, die Umsetzung in der Praxis ist aber nach wie vor eine Herausforderung. Ein Forschungsteam ging der Frage nach, ob sich ein gezieltes Training im Rahmen des Studiums auf die Gesundheitseinstellungen der Studierenden auswirkt.

Aus der Forschung ist bekannt, dass inadäquate Gesundheitseinstellungen in Bezug auf Rückenschmerzen Prädiktoren für den Genesungsverlauf sind. Die breite Öffentlichkeit glaubt immer noch, dass Schmerzen im Bereich der Wirbelsäule eine ernsthafte Erkrankung sind, der Rücken grundsätzlich anfällig ist und daher geschützt werden muss. Diese Überzeugungen können dann Angst-Vermeidungsverhalten und Katastrophisierungstendenzen auslösen. Die Kluft zwischen den aus der Forschung bekannten Fakten und den in der Praxis vermittelten Informationen ist immer noch groß. Dieses Problem ist weltweit bekannt und führt dazu, dass viele Menschen mit Rückenschmerzen keine adäquate Versorgung erhalten.