Der Spitzensport begeistert die Menschen in Deutschland und hat einen besonderen gesellschaftlichen Stellenwert. Zahlreiche Nachwuchssportler eifern ihren Idolen nach und streben eine Leistungssportkarriere an. Sportliche Erfolge sind jedoch keine Selbstläufer, sie basieren auf vielen Faktoren. Gesundheit und Leistung sind dabei unabdingbare Voraussetzungen, um Erfolge in Training und Wettkampf zu erzielen.

Für Eilige

Im Nachwuchsleistungssport herrscht ein gesundheitsrelevantes Risikoverhalten vor, welches durch einen problematischen Umgang mit gesundheitlichen Beschwerden gekennzeichnet ist. In der medizinischen Betreuung der Nachwuchsathleten nehmen hochqualifizierte Physiotherapeuten eine entscheidende Rolle ein. 

Riskante Entwicklungsphase

Der Aufbau von Leistungssportkarrieren bringt es mit sich, dass Nachwuchsathleten schon frühzeitig und zunehmend mit hochgradigen Belastungen in Training und Wettkampf konfrontiert werden. Dabei sind jugendliche Nachwuchssportler, insbesondere in der karriererelevanten Altersspanne zwischen 14 und 18 Jahren, in einer gesundheitlich riskanten Entwicklungsphase. Das individuelle körperliche Wachstum der Jungathleten entspricht im Hinblick auf Größe, Gewicht und Körperproportionen in dieser Phase nicht unbedingt den Erwartungen des Spitzensports. Zudem sehen sich junge Leistungssportler stark konkurrierenden Leistungsanforderungen von Trainingssystemen, Schule und privatem Umfeld ausgesetzt, so dass sie nicht nur in körperlicher, sondern auch in psychischer und sozialer Hinsicht umfassend gefordert werden (1).