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An dieser dänischen Studie nahmen 24 Patienten mit symptomatischer Gonarthrose teil (NRS ≥ 3/10). Die übungsinduzierte Hypoalgesie (exercise-induced hypoalgesia – EIH) wurde mit der Druckschmerzschwelle nach zwei Minuten Seitheben (lateral raises) ermittelt. Dies geschah vor und nach der Übungsintervention. Außerdem erfassten die Forscher die temporale Schmerzsummation und den Schmerz mit der numerischen Schmerzskala, den Subskalen Schmerz, Symptome, ADLs und Lebensqualität des Knee Injury and Osteoarthritis Outcome Score (KOOS4) und dem PainDETECT-Fragebogen. Nach dem Training hatten die Patienten zwar weniger Schmerzen, die Druckschmerzschwelle, EIH und temporale Schmerzsummation veränderten sich hingegen nicht. Regressionsanalysen deuten darauf hin, dass die EIH vor Trainingsbeginn und das Ergebnis im PainDETECT-Fragebogen Voraussagen über die Veränderungen im KOOS4 nach dem Training erlauben. Eine hohe EIH vor dem Training war mit einer großen Schmerzlinderung danach assoziiert. Kliniker könnten von dieser Erkenntnis profitieren, um einzuschätzen, welche Patienten mit Gonarthrose wahrscheinlich vom Training profitieren werden.