Mit dieser Frage beschäftigten sich Forscher aus Australien. Sie rekrutierten 128 Patienten mit medialer Gonarthrose und einem Body Mass Index von 30kg/m2 oder höher. Es nahmen sieben erfahrene und für die Studie geschulte Therapeuten aus verschiedenen Zentren aus Melbourne und Umgebung teil.

Um für die Studie geeignet zu sein, mussten die Patienten folgende Einschlusskriterien erfüllen: mindestens 50 Jahre alt, Knieschmerzen seit mehr als drei Monaten, eine Schmerzintensität von mindestens vier auf der Numerischen Rating Skala (NRS) in der letzten Woche, auf dem Röntgenbild sichtbare tibiofemorale Ostephyten, Adipositas sowie Besitz eines Mobiltelefons zum Empfang von Textnachrichten. Ausgeschlossen wurden Patienten mit einer vorwiegend lateralen Gelenkspaltverschmälerung, einer Knie-Operation oder -Injektion in den letzten sechs Monaten, einem geplanten Eingriff in den kommenden neun Monaten, bei Einnahme von Kortikosteroiden in den letzten vier Wochen, mit systemischen Gelenkerkrankungen, Frakturen oder malignen Prozessen im Knie, Gelenkersatz (Hüfte oder Knie) oder Osteotomie an der Tibia in der Vergangenheit oder Teilnahme an einem Übungsprogramm in den lezten sechs Monaten. Zudem schlossen die Forscher auch Patienten aus, die in den nächsten neun Monaten mit einem Übungsprogramm starten wollten, nicht gehen konnten oder andere Erkrankungen hatten, die sich negativ auf die Funktionsfähigkeit der unteren Extremität auswirkten.