Wie können Therapeuten sicherstellen, dass Patienten mit Gonarthrose diszipliniert ihre Übungen machen? Spielen die Vorlieben des Einzelnen eine Rolle? Wissenschaftler randomisierten 69 Patienten mit Gonarthrose in zwei Gruppen: Eine wurde professionell angeleitet, die andere führte eigenständig ein Gehprogramm durch. Die Wünsche der Patienten wurden vorher abgefragt. Nach sechs Monaten zeigten die Patienten, die eine Intervention bevorzugten und auch ihrer Wunschgruppe zugeordnet worden waren, eine höhere Therapietreue und hielten ihre Geh-Einheiten besser ein als diejenigen, die nicht ihrem Wunsch gemäß eingeteilt worden waren. In der Nachuntersuchung neun Monate später verbesserten sich die Patienten, die ihre bevorzugte Maßnahme erhalten hatten, auch hinsichtlich Beweglichkeit (Western Ontario and McMaster Universities Osteoarthritis Index) und Funktion (Timed-Up-and-Go-Test). In der anderen Gruppe gab es keine vergleichbaren Erfolge.