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Kardiovaskuläre Risiken steigen mit zunehmendem Alter an. In diesem Zusammenhang ist die vaskuläre endotheliale Dysfunktion ein bekannter Risikofaktor, der wiederum durch Hyperglykämie und erhöhte Insulinresistenz verursacht wird. Deshalb ist gerade Diabetes wegen der verminderten vasodilatatorischen Kapazität gefürchtet. In einer systematischen Literaturrecherche mit Meta-Analyse untersuchte ein Forscherteam aus Südkorea und den USA, ob Übungen einen positiven Einfluss auf die Gefäßfunktion bei Patienten mit Typ-2-Diabetes haben. Bis Juni 2017 recherchierten sie in den Datenbanken CINAHL, EMBASE, PubMed, SportDiscus und Web of Science. Sie schlossen nur randomisierte kontrollierte Studien mit Erwachsenen ein, bei denen die endotheliale Dysfunktion mit der flussvermittelten Vasodilatation untersucht worden war und die ein mindestens achtwöchiges Übungsprogramm absolviert hatten. Die Wissenschaftler werteten die Daten von acht Studien mit 306 Patienten (Durchschnittsalter 59 Jahre) aus. Diese hatten an verschiedenen Übungsprogrammen (aerobe, resistive oder kombinierte Übungen) mit niedriger bis hoher Intensität teilgenommen. Sie trainierten mindestens dreimal in der Woche für etwa eine Stunde. Die Therapie verbesserte bei den Teilnehmern deutlich die Vasodilatation. Bei der Subgruppenanalyse waren die niedrig- bis moderat intensiven Interventionen und die aeroben Übungen den moderat bis hochintensiven Interventionen sowie den resistiven oder kombinierten Übungen überlegen. Die Qualität der Nachweise war überwiegend moderat. Niedrig dosierte aerobe Übungen sind laut den Autoren geeignet, um die endotheliale Dysfunktion von Diabetikern positiv zu beeinflussen.