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Diese randomisierte Studie stammt aus Australien, 43 Männer mit akuter Hamstring-Verletzung nahmen teil. 22 Probanden trainierten im schmerzfreien Bereich (Kontrollgruppe) und 21 an der Schmerzschwelle (Interventionsgruppe). Die Forscher untersuchten folgende Parameter: Zeitraum bis zum Return to Play (RTP), Länge des Caput longum des M. biceps femoris, isometrische Kraft der Knieflexoren, Angst vor Bewegung und dem Auftreten von erneuten Verletzungen. Die letzte Nachuntersuchung fand sechs Monate später statt. Die mittlere Zeit bis zum RTP unterschied sich nicht signifikant zwischen den Gruppen. Zum Zeitpunkt des RTP und zwei Monate später hatte die Interventionsgruppe eine größere isometrische Kraft der Knieflexoren (15 Prozent) als die Kontrollgruppe. Auch hatten die Patienten, die an der Schmerzschwelle trainiert hatten, nach zwei Monaten eine höhere Faszikellänge des Caput longum des M. biceps femoris. In beiden Gruppen gab es jeweils zwei erneute Verletzungen. Die Autoren schlussfolgern, dass nach Hamstring-Verletzung ein Training an der Schmerzschwelle den RTP zwar nicht beschleunigt, aber zu einer schnelleren Wiederherstellung der isometrischen Kraft der Knieflexoren führt und die Faszikellänge des Caput longum des M. biceps femoris besser erhält als die schmerzfreie Rehabilitation.