Im Optimalfall würden Masterstudiengänge an den medizinischen Fakultäten von Universitäten angeboten, wären kostenfrei und außerdem interdisziplinär ausgerichtet. Viele Angebote nach diesem Maßstab gibt es bisher aber nicht in Deutschland. Eine Befragung aus Lübeck zeigt: Das Interesse der Bachelorstudenten und -absolventen ist vorhanden.

Kostenfreie Masterangebote sind noch selten

Der Bologna-Prozess im Jahr 2000 führte zur Einführung von Bachelor- und Masterabschlüssen in Deutschland. Ziel war es, die Studiengänge international vergleichbar zu machen (1). Durch die einheitliche Vergabe von Credits nach dem European Credit Transfer and Accumulation System (ECTS) wurde dabei auch eine Anrechenbarkeit internationaler Studienphasen erheblich vereinfacht. 

Mithilfe der Reform erfolgte zudem eine Ausweitung der Akademisierung in den Therapieberufen innerhalb Europas. Diese Entwicklungen ermöglichten dann auch Studiengänge für die Physiotherapie in Deutschland. Die ersten Bachelorstudiengänge waren dual ausbildungsintegrierend an Hochschulen organisiert. Später kamen die berufsbegleitenden und primärqualifizierenden Bachelorstudiengänge für Physiotherapeuten an Hochschulen hinzu.