Im Direktzugang kommt eine Patientin mit Knieschmerzen in die Praxis. Der Therapeut führt einen Test durch und sagt: „Es liegt mit hoher Wahrscheinlichkeit eine laterale Meniskusläsion vor, bitte lassen Sie dies vom Arzt prüfen.“ So einfach ist es jedoch nicht, denn häufig sind mehrere Tests notwendig. Lesen Sie nun, ob der Joint-Line-Tenderness- und der Apley-Grinding-Test zur Erkennung von Meniskusläsionen geeignet sind.

Meniskusverletzungen

Das Kniegelenk ist im Alltag, aber vor allem im Sport ein stark belastetes Gelenk. Die meisten Menschen nehmen diese Struktur im Verlauf des Lebens nicht bewusst wahr. Treten jedoch Verletzungen in einem Meniskus auf, zeigt sich ihre enorme Wichtigkeit für die Stabilität und Mechanik des Kniegelenks.

Generell wird zwischen traumatisch bedingter und degenerativ bedingter Ursache unterschieden. Zumeist entsteht eine Läsion des Meniskus infolge einer Drehbewegung des Femurs bei fixiertem Unterschenkel unter Belastung. Auf der anderen Seite können sich aufgrund chronischer Überlastung Risse im Meniskus bilden. Hier genügen oft schon geringe Belastungen wie das Hinhocken oder eine einfache Drehbewegung, zum Beispiel beim Aussteigen aus dem Auto.