Körperliche Aktivität ist ein wichtiger Bestandteil in der Prävention von chronischen, nicht ansteckenden Krankheiten, wie zum Beispiel Herz-Kreislauf-Erkrankungen oder Krebs. Australische Forscher wollten nun wissen, wie effektiv die Anleitung durch Physiotherapeuten in diesem Zusammenhang ist, und inkludierten in ihrem systematischen Literaturreview acht Studien aus zwölf elektronischen Datenbanken; das Verzerrungsrisiko war niedrig bis hoch. Die Wissenschaftler untersuchten, ob die Studienteilnehmer (Personen mit einem erhöhten Erkrankungsrisiko) im empfohlenen Maße körperlich aktiv waren, wie hoch diese Aktivität in der kurz- beziehungsweise langfristigen Nachuntersuchung nach Studienende war und ob es einen Unterschied in der Wirksamkeit zwischen kürzeren und längeren Interventionen gab. Die Wahrscheinlichkeit, dass die Teilnehmer das Minimum der empfohlenen Aktivität erreichten, war doppelt so groß für diejenigen Probanden, die von Therapeuten angeleitet worden waren. Die körperliche Aktivität erhöhte sich kurzfristig, aber nicht langfristig; längere Interventionen waren nicht wirksamer als kurze.