Das Guillain-Barré-Syndrom kann innerhalb von Tagen zur kompletten Lähmung mit notwendiger intensivmedizinischer Versorgung führen. Es handelt sich um eine entzündliche Autoimmunerkrankung, die zu aufsteigenden Paresen führt. Nach der erfolgreichen Behandlung leiden etwa zwei Drittel der Patienten unter den Folgen und benötigen weiterhin Therapie.

Was ist das Guillain-Barré-Syndrom?

Die idiopathische Polyradikuloneuritis mit dem Namen Guillain-Barré-Syndrom (GBS) ist eine akute, entzündliche Autoimmunerkrankung des peripheren Nervensystems.  Das GBS wird in zwei Hauptgruppen unterteilt: in die Akute Inflammatorische Demyelinisierende Polyneuropathie (AIDP) und in die Chronisch Inflammatorisch Demyelinisierende Polyradikulopathie (CIDP). Es gibt jedoch zahlreiche verschiedene Verlaufsformen. Weltweit gibt es jährlich ein bis zwei Neuerkrankungen auf 100.000 Einwohner in allen Alterskategorien (1).