Geriatrie

Sturzangst und Stürze in der Vorgeschichte stehen im Zusammenhang mit schlechteren Rehabilitationsergebnissen. Forscher untersuchten daher, ob eine kognitive Verhaltenstherapie mit dem Namen Step by Step im Rahmen einer geriatrischen Rehabilitation wirksam ist. Sie schlossen 115 Patienten mit Hüft- beziehungsweise Beckenfrakturen in ihre Studie ein. Die Patienten waren durchschnittlich 83 Jahre alt, 70 Prozent waren Frauen. Die Forscher teilten die Patienten per Zufall in eine Interventions- und Kontrollgruppe ein. Beide Gruppen bekamen die übliche geriatrische Rehabilitation. Die Interventionsgruppe erhielt außerdem acht zusätzliche Einzelsitzungen sowie einen Hausbesuch und vier Telefontermine im Zeitraum von zwei Monaten nach der Entlassung. Primäre Zielgröße war die sturzbezogene Selbstwirksamkeit und wurde mit der Falls Efficacy Scale International gemessen. Außerdem dokumentierten die Forscher die körperliche Aktivität (tägliche Gehdauer). Die Assessments fanden bei Aufnahme in der Reha, bei Entlassung und ein Monat danach statt. Im Vergleich zur Kontrollgruppe verbesserte sich die Interventionsgruppe signifikant mehr im Hinblick auf psychologische und physiologische Parameter. Die tägliche Gehdauer steigerte sich jedoch nicht.