Forschung & Evidenz: Evidenz-Update
pt Januar 2022

Hüftarthroskopie bei femoroacetabulärem Impingement-Syndrom: Welche psychosozialen Faktoren beeinflussen die Genesung?

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Eine schlechte mentale Gesundheit, Depression und Angst sind mit stärkeren Schmerzen und schlechteren funktionellen Outcomes bei Patienten mit femoroacetabulärem Impingement-Syndrom (FAIS) nach einer Hüftarthroskopie assoziiert. Ein präoperatives Screening der psychosozialen Faktoren, wie Selbstwirksamkeit, Kinesiophobie und Schmerzkatastrophisierung könnte dabei helfen, Patienten mit einem höheren Risiko für schlechtere Ergebnisse bereits vor der Operation zu identifizieren.

Dazu verglich das Forschungsteam in der vorliegenden Kohortenstudie die präoperative Funktion und psychosoziale Faktoren bei 51 FAIS-Patienten mit (VAS ≥ 3) und ohne (VAS < 3) verstärkte postoperative Schmerzen drei Monate nach der Arthroskopie. Das Team führte prä- und postoperativ unter anderem folgende Assessments durcht: Pain Self-Efficacy Questionnaire (PSEQ), Tampa Scale for Kinesiophobia (TSK), Pain Catastrophizing Scale (PCS) und 12-Item International Hip Outcome Tool (iHOT-12).

Es zeigte sich, dass Patienten mit schlechter psychosozialer Gesundheit mit höherer Wahrscheinlichkeit drei Monate nach dem Eingriff unter verstärkten postoperativen Schmerzen und einer schlechteren Funktionsfähigkeit leiden.

Quelle: Jochimsen KN, et al. 2021. Preoperative pychosocial factors and short-term pain and functional recovery after hip arthroscopy for femoroacetabular impingement syndrome. J. Athl. Train. 56, 10: 1064-1071

Link zum Abstract: pt.rpv.media/ncbi34662421

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pt Januar 2022

Erschienen am 11. Januar 2022