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Diese randomisierte Studie stammt aus Norwegen. Die Forscher inkludierten 223 Patienten, die wegen einer Hüftfraktur operativ versorgt worden waren. Weitere Einschlusskriterien waren ein Alter von mindestens 70 Jahren, selbstständiges Wohnen und die Fähigkeit, mehr als zehn Meter zu gehen (vor dem Trauma). Alle Patienten erhielten die übliche postoperative Nachbehandlung, die Interventionsgruppe vier Monate postoperativ (n = 143, 70 Prozent Frauen) zusätzlich noch zweimal pro Woche Therapie, zehn Wochen lang. Im Fokus standen fünf individuell angepasste, gewichtstragende Übungen zur Verbesserung des Gleichgewichts und des Gehens, zum Beispiel Ausfallschritte oder Transfers vom Sitz in den Stand. Die primäre klinische Zielgröße nach der Intervention und nach zwölf Monaten war die Gehgeschwindigkeit. Sekundär beurteilten die Forscher unter anderem Lebensqualität, Kognition, Aktivitäten des täglichen Lebens und Kosten für das Gesundheitssystem.