In Schweden wurden zwei Ansätze der Rehabilitation bei geriatrischen Patienten nach Hüftfraktur verglichen. Im gewohnten häuslichen oder pflegerischen Umfeld erhielten Teilnehmer der Interventionsgruppe eine interdisziplinäre Rehabilitation mit regelmäßiger Betreuung durch eine Pflegekraft sowie durch zwei Physiotherapeuten und einen Ergotherapeuten. Ein Geriater kontrollierte die zuverlässige Medikamenteneinnahme, falls notwendig wurden zusätzlich Sozialarbeiter und Ernährungsberater hinzugezogen. Schwerpunkte der Intervention waren: Sturzprophylaxe, selbstständige Aktivitäten des täglichen Lebens (ADL), Benutzung von Hilfsmitteln, Üben der Gehfähigkeit drinnen und draußen sowie progressives hochintensives Kräftigungs- und Koordinationstraining. Der ärztliche Fokus lag auf der Prävention, Erfassung und Therapie postoperativer Komplikationen, Schmerzevaluation, Prüfung der korrekten Einnahme der verschriebenen Medikamente und Überwachung des Ernährungsstatus. Das Reha-Team stand in engem Kontakt mit Angehörigen oder Betreuungspersonen der Pflegeeinrichtung.