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Ja, so die Schlussfolgerung dieser australischen Studie. Die teilnehmenden Physiotherapeuten waren Berufsanfänger oder hatten noch wenig Erfahrung. Die Probanden der Experimentalgruppe erhielten eine direkte Supervision während ihrer postoperativen Behandlung von Patienten nach Hüftfrakturen. Die Therapeuten der Kontrollgruppe erhielten nur die übliche klinische Supervision. Als primäre klinische Zielgröße wurde ausgewertet, wie gut die Patienten das Nachbehandlungsschema befolgten (Mobilisation am ersten postoperativen Tag). Sekundär wurde die körperliche Funktion an Tag fünf nach der OP bestimmt. Die Daten von 290 Patienten konnten ausgewertet werden. Diejenigen Patienten, die von Therapeuten der Experimentalgruppe behandelt worden waren, standen eher am ersten und zweiten postoperativen Tag auf als die der Kontrollgruppe. Außerdem gingen sie am fünften Tag weitere Strecken und benötigten weniger therapeutische Unterstützung. Eine direkte Supervision der Physiotherapeuten führte also eher zu einer leitliniengerechten Nachbehandlung und zu einem klinisch besseren Ergebnis.