Politik
pt August 2018

„Ich bin Feuer und Flamme für meine Kollegen“

Über die emotionalen Nachwirkungen der „Tour de Spahn“

Ein Ruck ist in den ersten Juniwochen durch die therapeutischen Berufe gegangen, ein Aufatmen – endlich ist da einer, der was tut! Er hat ein modernes Ritual gefunden, das eine einende Wirkung auf alle hat: eine Radtour von Frankfurt nach Berlin, fast eine Pilgerreise. Mit Schweiß und ohne Tränen brachte der Kollege Heiko Schneider Protestbriefe bis vor das Bundesgesundheitsministerium. Er ist dabei fast ein Popstar geworden. Über "Therapeuten am Limit".

Im Gespräch mit Heiko Schneider
Lesezeit: ca. 4 Minuten
Shtonado / shutterstock.com

Gesprächspartner Heiko Schneider

Heiko Schneider

Seit 2005 Physiotherapeut (B. Sc.); seit 2010 niedergelassen in eigener Praxis; Fortbildungen in Manueller Therapie und Manueller Lymphdrainage; Schwerpunkte: Orthopädie, Traumatologie, Lymphologie; Initiator von „Therapeuten am Limit“. Kontakt: Heiko.schneider@therapeuten-am-limit.de

Wir haben die Aktion „Therapeuten am Limit“ (TAL) auf Facebook begleitet und ausführlich über ihre Entstehung und Ziele berichtet (1). Deshalb wollte ich einige Tage nach der Radtour von Heiko wissen, wie es ihm jetzt eigentlich so geht. Wir telefonierten am 13. Juni, also gut eine Woche nach der Briefübergabe an den Gesundheitsausschuss in Berlin.

Heiko wollte mich kurz nach 13 Uhr anrufen, jetzt ist es schon fast halb zwei. Da ist noch ein Patient dazwischengekommen. Doch, doch, jetzt habe er Zeit, müsse nur noch zum Hausbesuch, später. Gegessen habe er schon, „zwischendurch“. Klingt so, als sei da jemand wieder im ganz normalen Praxisalltag angekommen. In der letzten Woche sind noch einmal gut 300 Briefe angekommen, „die Inhalte sind grandios, vor allem aber traurig, sie zeigen alle in eine Richtung: Die Kollegen wollen aussteigen.“

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pt August 2018

Erschienen am 10. August 2018