Das Iliotibialbandsyndrom ist bei Läufern das häufigste Problem an der lateralen Seite des Knies. Anders als früher angenommen, handelt es sich nicht um ein Friktionssyndrom, sondern um ein Impingement, bei dem die Biomechanik der Hüfte eine entscheidende Rolle zu spielen scheint. Multimodale Therapieansätze versprechen den größten Behandlungserfolg.

Zweithäufigstes Knieproblem

Generell ist das Iliotibialbandsyndrom (ITBS) das zweithäufigste Knieproblem bei Läufern (1–3): Die Inzidenz liegt in dieser Gruppe zwischen fünf und 14 Prozent, wobei kein signifikanter Geschlechterunterschied auszumachen ist (3–5). Ebenfalls häufig betroffen sind Radfahrer; seltener tritt das ITBS auch bei Gewichthebern, Skiläufern oder Fußballern auf (6). Es ist nichttraumatischer Genese und entsteht durch wiederholte Flexions- und Extensionsbewegungen (7).