Spiele in virtueller Realität (VR) haben scheinbar einen positiven Effekt auf die Gleichgewichtsfähigkeit bei Kindern mit Zerebralparese. Ein Team aus chinesischen und amerikanischen Forschern führte eine Meta-Analyse von randomisierten kontrollierten Studien durch und kam zu diesem Ergebnis.

Relevante Literatur aus verschiedenen elektronischen Datenbanken, unter anderem Pubmed und Web of Science, wurde hierzu bis einschließlich 3. August 2019 geprüft. Die Wissenschaftler wählten ausschließlich randomisierte kontrollierte Studien aus und analysierten das Verzerrungsrisiko mit der PEDro-Skala. Die Forscher definierten folgende Einschlusskriterien: die Veröffentlichung der Studien in einem peer-reviewed Journal und Einschluss von Studienteilnehmern mit infantiler Zerebralparese im Alter bis maximal 14 Jahren. Zudem mussten die VR-Spiele als Hauptintervention eingesetzt und mit nicht-aktiven und/oder aktiven Kontrollinterventionen verglichen werden.. Eine weitere Voraussetzung war die Messung des Gleichgewichts mit einem validen Messinstrument (Movement Assessment Battery for Children, Pediatric Balance Scale, Timed up and go test).