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Niederländische Forscher recherchierten in den bekannten elektronischen Datenbanken und erstellten eine systematische Übersichtsarbeit der Literatur bis April 2018. Einschlusskriterien waren unter anderem, dass die Patienten zwischen vier und 18 Jahre alt waren und eine Beeinträchtigung hatten, die Grad I bis III im Gross Motor Function Classification System entsprach. Sie mussten eine Mehretagenoperation zur Verbesserung des Gangbildes (single-event multilevel surgery – SEMLS) und anschließend Physiotherapie erhalten haben. Die Wissenschaftler schlossen sechs Arbeiten ein, davon zwei Kohortenstudien und vier randomisierte kontrollierte Studien. Die klinischen Zielgrößen (zum Beispiel Beweglichkeit, Lebensqualität) und die Assessments unterschieden sich zwischen den Studien, die Beschreibung der Interventionen ist nicht vollständig und es scheint kein Konsens über die Nachbehandlung zu bestehen. Unter Berücksichtigung der Best Practice haben die Autoren Rahmenempfehlungen in einer frei verfügbaren Datei zusammengefasst (letzter Link im Anhang), um die Nachbehandlung nach SEMLS für Kinder und Jugendliche mit Zerebralparese zu verbessern.