Diese Fragestellung untersuchten spanische Forscher in einem systematischen Literaturreview. Die Berichterstattung erfolgte anhand der PRISMA-Richtlinien, die Meta-Analyse orientierte sich an den Empfehlungen des Cochrane-Handbuchs. Die Recherche wurde bis April 2018 in folgenden Datenbanken durchgeführt: Web of Science, EMBASE (via Scopus), PEDro, Medline (via PubMed) und CINAHL. Es wurden fünf randomisierte kontrollierte Studien eingeschlossen, die intubierte, mechanisch beatmete Patienten auf der Intensivstation untersuchten (insgesamt n = 603, davon 298 in der Kontrollgruppe). Die Patienten der Interventionsgruppe mussten mehr als zwei physiotherapeutische Maßnahmen erhalten haben, wie zum Beispiel posturale Drainage, Vibrationen, Rippenmobilisationen und Absaugungen. Die Kontrollgruppe erhielt keine Physiotherapie oder weniger Maßnahmen. Das Durchschnittsalter der Teilnehmer lag zwischen 40 und 64 Jahren. Die Auswirkungen der Physiotherapie auf das Risiko einer beatmungsassoziierten Pneumonie und die Verweildauer auf der Intensivstation war unklar. Die Mortalität hingegen reduzierte sich signifikant durch die physiotherapeutischen Interventionen. Künftige Studien sollten die Auswirkungen auf Verweildauer und Risiko einer Pneumonie weiter erforschen.