Mit der Aktualisierung der Charta „Interprofessionelle Zusammenarbeit im Gesundheitswesen“ im Jahr 2020 hat die Schweizerische Akademie der Medizinischen Wissenschaften die Publikation von 2014 den Entwicklungen im Schweizer Gesundheitswesen angepasst. Sie skizziert das heutige Verständnis von interprofessioneller Zusammenarbeit und formuliert Prinzipien, Kernelemente und Verpflichtungen für alle Beteiligten.

 

„Leuchtturm der Orientierung“

„Im komplexer werdenden Gesundheitssystem ist die Zusammenarbeit verschiedener Berufsgruppen ein entscheidender Erfolgsfaktor. Gut koordinierte Behandlung, geeignete Kommunikation zwischen den Berufsgruppen und angemessene Wahrnehmung der anderen Beteiligten tragen dazu bei, Unter- und Überversorgung, unnötige Kosten und lebensgefährliche Komplikationen zu vermeiden. Interprofessionalität ist daher eine grundlegende Voraussetzung für Qualität, Sicherheit und insgesamt positive Outcomes der Gesundheitsversorgung.“ Diese Erkenntnis hat die die Schweizerische Akademie der Medizinischen Wissenschaften (SAMW) 2014 veranlasst, die Charta „Zusammenarbeit der Fachleute im Gesundheitswesen“ zu veröffentlichen. (1)