Patienten kommen mit komplexen Problemen in die Praxis. Als Physiotherapeuten können wir punktuell handeln; was außerhalb der Praxis passiert, geht meist an uns vorbei. Oft sind auch andere Berufsgruppen, wie Hausärzte, Ergotherapeuten oder Pflegedienste, in die Behandlung involviert. Ein gemeinsamer Behandlungsplan wäre deshalb eine logische Konsequenz, ist in der Praxisrealität allerdings nur ein stummer Wunsch. Denn im ersten Schritt wäre dazu ein Umdenken nötig: Anstatt dass jede Berufsgruppe für sich arbeitet, müsste ein berufsübergreifendes Verständnis gegeben sein. Zwei Lehrprojekte in Berlin setzen genau hier an und schaffen Berührungspunkte zwischen angehenden Physiotherapeuten, Ergotherapeuten, Pflegefachkräften und Humanmedizinern.

Gesprächspartner

Portraitfoto ronja BehrendNikolas Frank
Portraitfoto ronja Behrend

Ronja Behrend

Seit 2009 Physiotherapeutin (B. A.); M. Sc. Management und Qualitätsentwicklung im Gesundheitswesen; seit 2014 wissenschaftliche Mitarbeiterin im Projekt INTER-M-E-P-P an der Charité Berlin, Schwerpunkte: Interprofessionelles Lernen, Ausbildungsforschung, Entwicklung der Gesundheitsfachberufe. Kontakt: ronja.behrend@charite.de