Das STarT Back Screening Tool (SBST) ist bekannt und dient dem Risikoscreening bei Patienten mit Kreuzschmerzen. Bisher wurde der Einfluss von anderen relevanten Faktoren, wie Ethnizität und soziodemografische Parameter, nicht untersucht. Daher analysierten Forscher aus den USA die Daten von insgesamt 1.169 Patienten mit Kreuzschmerzen, die wegen ihrer Beschwerden in ambulanter physiotherapeutischer Behandlung waren und im Rahmen der Standardversorgung bereits das SBST sowie den modifizierten Low Back Pain Disability Questionnaire (MDQ) ausgefüllt hatten. Die Teilnehmer waren durchschnittlich 55 Jahre alt; 56 Prozent waren Frauen, zehn Prozent waren dunkelhäutige Menschen, elf Prozent waren über Medicaid (Gesundheitsfürsorgeprogramm in den USA) versorgt und 30 Prozent waren zuvor bereits in physiotherapeutischer Behandlung gewesen. Evaluiert wurde die Verbesserung der Funktion, die ab einer Reduktion um mehr als zehn Punkte im MDQ vorlag. Die Auswertung zeigt, dass das SBST den Therapieerfolg grundsätzlich vorhersagen kann. Es gibt aber auch noch andere Faktoren, welche die Wahrscheinlichkeit für den Therapieerfolg beeinflussen: Dazu gehören Ethnizität, Versicherungsstatus und die vorherige Inanspruchnahme von Physiotherapie.