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Übungen bewirken oftmals eine lokale Verbesserung von Beweglichkeit, Kraft, Koordination und Funktion. Doch geht dies auch mit einer generell gesteigerten Mobilität und Funktion einher? Diese Frage veranlasste ein südkoreanisches Forscherteam dazu, ein systematisches Review mit Meta-Analyse entsprechend der aktuellen Richtlinien des PRISMA-Protokolls zu erstellen. Die Wissenschaftler nahmen eine systematische Suche in den Datenbanken PubMed, Embase und Cochrane Library im Januar 2017 vor. Konkret wollten sie wissen, ob durch progressive Kräftigungsübungen für die untere Extremität die Mobilität und Funktion von älteren Patienten verbessert werden kann, die nach einer Schenkelhalsfraktur operativ versorgt worden waren. Eingeschlossen wurden acht englischsprachige randomisierte kontrollierte Studien (RCTs) mit insgesamt 587 Patienten, die progressive Kräftigungsübungen (konzentrisch, exzentrisch, mit Gewichten oder anderen Therapiegeräten) mit der konventionellen Rehabilitation (ohne Kräftigungsübungen) verglichen hatten. Die Art der operativen Versorgung spielte keine Rolle. Von besonderem Interesse war die Gehfunktion, beurteilt mit dem Sechs-Minuten-Gehtest (6MWT). Sekundäre Ergebnisparameter waren Alltagsaktivitäten, Gleichgewicht, Kraft und Leistung der unteren Extremität, Durchführung einer Bewegungsaufgabe (zum Beispiel im Timed-Up-and-Go-Test) und die körperliche Aktivität laut eigener Einschätzung der Patienten.