Um eine Antwort auf diese Frage zu finden, teilten Wissenschaftler 38 werdende Mütter mit einem diagnostizierten Schwangerschaftsdiabetes in zwei Gruppen ein: Die Kontrollgruppe bekam die übliche medizinische Standardversorgung, die Experimentalgruppe erhielt zusätzlich zweimal wöchentlich beaufsichtigte Übungstherapie von jeweils 50 bis 55 Minuten Dauer, die Kardio- und Krafttraining beinhaltete. Zusätzlich sollten die Probandinnen der Experimentalgruppe täglich mindestens 30 Minuten schnell gehen. Am Ende der Schwangerschaft zeigten diese geringere Glukosewerte nach den Mahlzeiten als die Kontrollprobandinnen, die Nüchternglukose unterschied sich hingegen nicht zwischen den Gruppen. Auch andere Parameter, wie die Gewichtszunahme während der Schwangerschaft, die Komplikationen bei der Entbindung, Apgar-Werte des Neugeborenen und BMI, differierten nicht.