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Es gibt bereits Hinweise für die Effektivität von körperlicher Aktivität zur Verlangsamung der Progression einer Demenz. Daher erstellten Forscher ein umfassendes Health Technology Assessment zur Evaluation der klinischen Wirksamkeit sowie der Kosteneffektivität von Ausdauer- und Krafttraining zur Verbesserung von kognitiven Einschränkungen, Funktionsfähigkeit sowie gesundheitsbezogener Lebensqualität bei Menschen mit gering bis moderat ausgeprägter Demenz. Die Wissenschaftler entwickelten die Intervention, erstellen einen systematischen Review und führten zudem eine multizentrische, randomisierte, kontrollierte Studie mit ökonomischer Evaluation sowie qualitativer Auswertung durch. Die Untersuchung fand in 15 Regionen Englands statt und konzentrierte sich auf Menschen mit Demenz außerhalb von Kliniken oder Rehabilitationseinrichtungen. Insgesamt rekrutierten die Forscher 494 Teilnehmer und teilten sie per Zufall einer von zwei Gruppen zu: 165 Probanden erhielten die übliche Versorgung, 329 bildeten die Interventionsgruppe. Das Durchschnittsalter lag bei 77 Jahren, 39 Prozent waren Frauen. Zu Beginn lag der Wert auf der Alzheimer’s Disease Assessment Scale – Cognitive Subscale (ADAS-Cog) bei 21,5 Punkten. Das Trainingsprogramm für die Interventionsgruppe lief über vier Monate und wurde zweimal pro Woche für eine Stunde in Gruppen zu je sechs bis acht Teilnehmern durchgeführt; es beinhaltete ein individuelles, strukturiertes Übungsprogramm (Radfahren, Training mit Gewichten) mit moderater bis hoher Intensität plus Anleitung zu Heimübungen über 50 Minuten. Nach der Interventionsphase sollten die Teilnehmer die körperliche Aktivität aufrechterhalten, unterstützt durch Telefonanrufe zur Motivation.