Zur Beantwortung dieser Frage führten Forscher aus Kanada eine retrospektive Analyse von 253 akuten Fällen von durchschnittlich 17-jährigen jungen Erwachsenen mit Gehirnerschütterung durch. 148 der Patienten waren männlich. Der Unfall durfte nicht länger als 14 Tage her sein. Betrachtet wurden die Anzahl der Tage bis zum Beginn des Ausdauertrainings sowie die Zeit bis zur Rückkehr in den Sport und zur Schule oder zum Arbeitsplatz. Die Analyse zeigte, dass ein frühzeitiger Beginn des Ausdauertrainings mit einer schnelleren Rückkehr zu Sport, Schule oder Arbeitsplatz assoziiert war. Mit jedem Tag, an dem die Patienten nicht trainierten, entwickelte sich der Genesungsverlauf weniger positiv. Begannen die Patienten erst am dritten Tag nach dem Unfall mit dem Training, reduzierte sich die Wahrscheinlichkeit für eine schnelle Rückkehr zum Sport um 36,5 Prozent, bei Start am siebten Tag sank dieser Wert sogar um 73,2 Prozent. Als Vergleich dienten die Patienten, die schon am ersten Tag nach dem Trauma trainierten. Weitere Faktoren, die den Genesungsprozess beeinflussen, sind Anamnese, Schwere der Symptome und Bewusstlosigkeit.