Depressionen im späten Lebensalter sind häufig assoziiert mit kognitiven Beeiträchtigungen sowie körperlichen Einschränkungen. Die antidepressive Wirkung

körperlicher Aktivität wird zunehmend erkannt, allerdings beschäftigten sich bisher kaum Studien mit der Effektivität unterschiedlicher Übungs- und Trainingsformen. 121 Patienten wurden per Zufall in drei Gruppen eingeteilt: Sertralin (ein Antidepressivum), Sertralin und ein dreimal wöchentlich durchgeführtes, nicht progressives Training (S+NPrT) sowie Sertralin und ein dreimal wöchentlich durchgeführtes, progressives aerobes Training (S+PrT). Die Forscher untersuchten die Patienten vor Beginn der Intervention und 24 Wochen danach. Folgende Assessments kamen zum Einsatz: Montreal Cognitive Assessment (MOCA) und Brief Disability Questionnaire. Die Ergebnisse: Die Patienten der S+PrT-Gruppe schnitten im MOCA, hinsichtlich räumlich-visueller und exekutiver Funktionen sowie in Bezug auf die körperlichen Einschränkungen besser ab als die Probanden der beiden anderen Gruppen. Zwischen den Patienten, die nur Sertralin nahmen, und denen, die zusätzlich ohne Progression trainierten, gab es keine signifikanten Unterschiede.