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Die Evidenzlage zur Effektivität einer präoperativen Physiotherapie (Prehabilitation) vor Implantation eines künstlichen Knie- oder Hüftgelenks ist nicht eindeutig. Bisher hat sich auch noch keine Studie damit befasst, inwiefern Prehabilitation möglicherweise die Erwartungen der Patienten und deren Zufriedenheit nach der Operation beeinflusst. In einer Kohortenstudie untersuchten Forscher aus Neuseeland daher zum einen, ob ein achtwöchiges Übungsprogramm mit Edukation vor der Operation bereits zu einer Funktionsverbesserung und Schmerzlinderung vor dem Eingriff führt. Zum anderen sollte untersucht werden, ob sich die Erwartungen der Patienten und die Zufriedenheit nach der Operation positiv beeinflussen lassen. 75 Patienten gaben ihre Einwilligung zur Teilnahme. 52 dieser Patienten entschieden sich für die Prehabilitation, der Rest bevorzugte die herkömmliche Behandlung. Alle Patienten bekamen eine Broschüre mit Informationen zur bevorstehenden Operation und nahmen zwei bis vier Wochen vor dem Eingriff an einer einstündigen multidisziplinären Gruppendiskussion teil. Die Patienten der Prehabilitation-Gruppe bekamen zusätzlich zur herkömmlichen Versorgung über zwei Monate zweimal die Woche Therapietermine mit Übungen (45 Minuten) und Edukation (15 Minuten).