Forscher aus Kanada untersuchten diese Frage, da Angebote der kardiologischen Rehabilitation teilweise ungenutzt bleiben, auch aufgrund einer schlechten Erreichbarkeit der Therapieeinrichtung. Sie randomisierten Personen mit geringem bis moderatem Risiko für kardiologische Erkrankungen im Rahmen der Primär- und Sekundärprävention entweder in die Standardversorgungsgruppe mit 32 Therapieeinheiten vor Ort (n = 60) oder die Interventionsgruppe mit nur zehn Einheiten (n = 61). Die Intervention dauerte vier Monate, am Ende und nach 16 Monaten erfolgte ein Re-Assessment. Als primäres klinisches Ergebnis beurteilten die Forscher die Übungskapazität mithilfe eines maximalen Laufbandtests. In der Interventionsgruppe war die Teilnahme besser (97 Prozent +/− 63 Prozent versus 71 Prozent +/− 22 Prozent in der Standardgruppe). Im Follow-up nach 16 Monaten war keine Intervention der anderen hinsichtlich der Übungskapazität überlegen. Die Autoren schließen daraus, dass für Menschen mit geringem bis moderatem kardiovaskulären Risiko ein reduziertes Reha-Programm aus zehn Übungseinheiten ausreichend und der Standardversorgung nicht unterlegen ist.