Forscher aus Australien untersuchten diese Frage in ihrer systematischen Literaturübersichtsarbeit. Nach Recherche in den bekannten elektronischen Datenbanken bis August 2017 inkludierten sie neun Artikel mit insgesamt 531 Patienten im Alter von durchschnittlich 58 ± 9,5 Jahren; alle Krebserkrankungen wurden eingeschlossen. Die PRISMA-Leitlinien (Preferred Reporting Items for Systematic Reviews and Meta-Analysis) wurden in diesem Review berücksichtigt. Die Übungsinterventionen der inkludierten Studien dauerten bis zu vier Minuten, die Studiendauer betrug zwischen vier und 18 Wochen. Hochintensives Intervalltraining wurde verglichen mit kontinuierlichem Training bei moderater Intensität beziehungsweise mit Kontrollinterventionen. Das hochintensive Training war am wirksamsten; so erhöhten sich die Kraft und die maximale Sauerstoffaufnahme, während sich Körpermasse, Körperfettanteil und Taillenumfang signifikant verringerten, verglichen mit den Probanden der Kontrollgruppen oder moderat intensiven Interventionen. Am effektivsten konnte die aerobe Fitness durch einen Mix aus Cardio- und Kraftübungen verbessert werden. Da Nebenwirkungen weitgehend ausblieben und ein hochintensives Training weniger zeitaufwendig ist als ein herkömmliches, empfehlen die Autoren diese Trainingsform für Krebsüberlebende.