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Die pulmonale Rehabilitation hat sich bereits in mehreren Studien als effektiv erwiesen für Patienten mit chronisch obstruktiver Lungenerkrankung (chronic obstructive pulmonary disease – COPD). Insbesondere ein Training ist sehr wichtig für die Betroffenen – und zudem auch noch kosteneffektiv. Leitlinien empfehlen bisher ein Krafttraining zwei- bis dreimal wöchentlich sowie ein moderates Ausdauertraining drei- bis fünfmal in der Woche. Bisher unklar sind die Effekte intensiverer Trainingskonzepte. Daher schlossen deutsche Forscher insgesamt 49 Patienten mit COPD aller Schweregrade, aber ohne akute Exazerbationen, in ihre Studie ein. Die Zuteilung zu den Gruppen erfolgte in dieser Studie nicht per Zufall (randomisiert), sondern nach den Wünschen der Patienten. 31 Patienten wollten gerne an dem intensiven dreimonatigen Trainingsprogramm teilnehmen; eine Subgruppe von 14 Patienten führte das Programm sogar über weitere drei Monate fort. 18 Patienten hatten kein Interesse an der Intervention, willigten aber ein, die Ergebnismessungen mitzumachen, und dienten als Kontrollgruppe. Die Patienten der Trainingsgruppe mussten an mindestens 80 Prozent der Einheiten teilnehmen. Das Training fand zweimal pro Woche für 90 Minuten in der Abteilung für Physiotherapie am Universitätskrankenhaus Marburg statt. Ein speziell geschulter Physiotherapeut leitete die Patienten an. Das Programm gliederte sich in zwei Phasen von je drei Monaten. Jeder Patient erhielt einen individuellen Plan in Abhängigkeit von seiner Belastungsfähigkeit. Der Belastungstest wurde auf dem Fahrradergometer durchgeführt, beginnend mit 25 Watt und einer Steigerung von 25 Watt pro Minute bis zur Belastungsgrenze. Im gerätegestützten Training standen folgende Muskelgruppen im Vordergrund: