Die LIFTMOR-Studie aus Australien untersuchte Frauen nach der Menopause mit Osteopenie oder Osteoporose. Sie wurden in zwei Gruppen eingeteilt: Die Experimentalgruppe absolvierte pro Woche zwei hochintensive 30-minütige Trainingseinheiten unter Aufsicht; die Kontrollgruppe führte ein Heimübungsprogramm mit geringer Trainingsintensität durch. Die Intervention dauerte acht Monate, zu Beginn und am Ende wurden DXA-Scans (Dual-X-Ray-Absorptiometrie) durchgeführt und der Cobb-Winkel bestimmt. In der Nachuntersuchung hatten alle Patientinnen im Stand eine reduzierte und somit verbesserte Kyphose in der Gewohnheitshaltung (gemessen mit Inklinometer und einem beweglichen Maßband), die Probandinnen der Experimentalgruppe ebenfalls im bewusst aufgerichteten Stand. Das hochintensive Training hatte keine negativen Auswirkungen auf die Klassifikation der Wirbelkörperfrakturen (Genant-Methode), es ist somit für Frauen mit Osteoporose oder Osteopenie nach der Menopause geeignet und empfehlenswert.