Offenbar ja, wie eine brasilianische Studie ergab. Darin wurden 90 Patienten mit chronischem Ulcus cruris venosum in eine der beiden Interventionsgruppen oder die Kontrollgruppe randomisiert. Während Letztere nur Wundverbände erhielt, wurden die Probanden der Kompressionsgruppe mit elastischen Bandagen gewickelt. Die Lymphdrainage-Gruppe erhielt ebenfalls die Bandagierung und zusätzlich dreimal wöchentlich für 40 Minuten Manuelle Lymphdrainage inklusive Entstauungsübungen unter Kompression. Primäre klinische Zielgrößen waren die Schmerzintensität auf einer Numerischen Ratingskala von null bis zehn sowie die Schmerzqualität im McGill Pain Questionnaire. Diese Parameter wurden zu fünf Zeitpunkten gemessen, nämlich am ersten Termin und an vier weiteren, jeweils im Abstand von acht Tagen. Während bei der Erstuntersuchung alle Probanden starke Schmerzen angaben (NRS 7–10), hatten die meisten Teilnehmer der Lymphdrainage-Gruppe in der fünften Evaluation keine Schmerzen mehr. Die Patienten mit Kompressionstherapie berichteten über milde Schmerzen (NRS 1–3) und die Kontrollpersonen gaben NRS-Werte zwischen eins und sechs an. Auch im McGill Pain Questionnaire schnitt die Lymphdrainage-Gruppe am besten ab.