Craniomandibuläre Dysfunktionen (CMD) sind weit verbreitet. US-amerikanische Forscher wollten klären, ob Physiotherapie indiziert ist für Patienten mit einer Diskusverlagerung des Kiefergelenks ohne Reposition und mit limitierter Mundöffnung. Dazu werteten sie die Daten von 97 Patienten aus, die in einer ambulanten Einrichtung betreut wurden. Zu den klinischen Zielgrößen gehörten neben der maximalen aktiven Mundöffnung, Schmerz und Patientenzufriedenheit auch die Anzahl der Therapieeinheiten (durchschnittlich 5,5). Physiotherapie reduzierte effektiv die Schmerzintensität und vergrößerte die aktive Mundöffnung, die Patienten waren zufrieden mit der Behandlung. Daher empfehlen die Autoren individualisierte Physiotherapie für Patienten mit schmerzhaft eingeschränkter Mundöffnung bei Diskusverlagerung ohne Reposition.