Die Überlegung der iranischen Wissenschaftler war, die transkutane elektrische Nervenstimulation (TENS) postoperativ in den ersten vier Wochen der Rehabilitation zur Schmerzlinderung einzusetzen. Sie verglichen zwei Gruppen von männlichen Sportlern nach durchgeführter Operation und Ersatz des vorderen Kreuzbands: Alle 70 Probanden führten Übungen in der vierwöchigen Reha mit insgesamt 20 Einheiten durch, eine Gruppe erhielt zusätzlich den schmerzlindernden Strom in hochfrequenter Form für 35 Minuten täglich. Die randomisierte kontrollierte Studie war teilweise verblindet (Therapeut während der Übungstherapie). Untersucht wurden folgende klinische Zielgrößen vor Beginn und nach Ende der Intervention: Schmerz (Visuelle Analogskala – VAS), Kniebeweglichkeit, Fragebogen zu Funktionen, Aktivitäten und Lebensqualität (International Knee Documentation Committee – IKDC). Beide Gruppen konnten mit der Rehabilitation signifikant Schmerzen verringern sowie Beweglichkeit, Funktion, Aktivität und Lebensqualität steigern, egal ob sie TENS erhalten hatten oder nicht. Somit hatte der Strom keinen zusätzlichen Effekt.