Oder gibt es eventuell unerwünschte Komplikationen, zum Beispiel Frakturen aufgrund einer verminderten Belastbarkeit des Knochengewebes? In dieser Studie wurden 57 Patienten mit Knochenmetastasen (etwa in Femur, Pelvis, Thorax) im Alter von 70 ± 8,4 Jahren randomisiert entweder der Experimentalgruppe oder der Kontrollgruppe (n = 29) zugeteilt. Während Letztere die übliche Versorgung erhielt, absolvierten die Probanden der Experimentalgruppe (n = 28) dreimal wöchentlich für drei Monate ein Training zur Verbesserung der aeroben Ausdauer, Kraft und Beweglichkeit. Die primäre klinische Zielgröße war die körperliche Funktion, gemessen mit dem SF-36; sekundäre Outcomes waren unter anderem die Kraft der unteren Extremität und Fatigue. Nach drei Monaten war die Experimental- der Kontrollgruppe in den Parametern körperliche Funktion und Muskelkraft des Unterkörpers überlegen. Bei der Fatigue gab es hingegen keine Unterschiede. Es wurden keine übungsinduzierten Frakturen beobachtet, auch die knochenbezogenen Schmerzen waren zwischen den Gruppen vergleichbar. Eine Übungsintervention für Patienten mit Prostatakarzinom und Knochenmetastasen kann also als sicher und wirksam angesehen werden.