Deutsche Forscher aus Erlangen und Nürnberg erstellten eine systematische Literaturübersichtsarbeit und inkludierten bis Januar 2018 randomisierte kontrollierte Studien mit Burn-out-Patienten, die Übungsinterventionen oder Kontrollinterventionen erhalten hatten. Die Suche in den bekannten elektronischen Datenbanken ergab sechs relevante Studien, vier davon konnten für die Meta-Analyse zusammengeführt werden. Die primäre klinische Zielgröße waren die Ergebnisse in den Burn-out-Scores. Aufgrund eines großen Konfidenzintervalls ist bei der Interpretation der kombinierten Effektgröße Vorsicht geboten. Diese Übersichtsarbeit erbrachte keine Evidenz dafür, dass eine Übungsintervention einer Kontrollintervention bei Burn-out überlegen ist und Symptome lindert. Ein Grund dafür könnte sein, dass die Übungsinterventionen in den Studien sehr unterschiedlich waren und somit eine klare Aussage erschweren.