Ja, so die Ergebnisse dieser Studie aus Queensland in Australien. Die Forscher recherchierten systematisch in den bekannten elektronischen Datenbanken bis März 2017. Sie inkludierten randomisierte kontrollierte Studien, die zu mindestens 50 Prozent Frauen mit Brustkrebs im Stadium zwei oder höher als Probandinnen eingeschlossen hatten und die eine Übungsintervention mit der üblichen Versorgung verglichen. Es gab keine Unterschiede zwischen den Übenden und den Kontrollpersonen hinsichtlich der Anzahl der Studienabbrecher, Übungsadhärenz oder unerwünschten Nebenwirkungen. Sicherheit und Praktikabilität waren vergleichbar, unabhängig von den Parametern Übungsform, Dauer der Intervention, Supervision oder Beginn der Intervention. Im Vergleich zur herkömmlichen Therapie gab es signifikante Ergebnisse zugunsten der Übungsmaßnahmen im Hinblick auf die Fatigue-Symptomatik, körperliche Fitness, Kraft, Lebensqualität, Depression, Ängstlichkeit, Body-Mass-Index und Taillenumfang. Die Autoren halten daher Übungstherapie für sicher und praktikabel in der Therapie von Patientinnen mit Brustkrebs im Stadium zwei oder höher.