Ja, die optimale frühzeitige Rehabilitation auf der Intensivstation (ITS) hat einen sehr großen Einfluss auf den gesamten Prozess der Rehabilitation, wie eine italienische Studie zeigt. Dazu wurden die prospektiven Daten einer neuen interdisziplinären Versorgung entsprechend einer aktuellen Leitlinie (siehe Hinweis) mit denen der herkömmlichen Versorgung retrospektiv verglichen. Die Patienten hatten beispielsweise Lungenversagen, Gehirnverletzungen oder Operationen. Das Besondere an der neuen Versorgung waren die engere Zusammenarbeit der beteiligten Professionen sowie die individuell abgestimmte und zielorientierte Rehabilitation mit täglicher Funktionsprüfung, Therapieanpassung, kontinuierlicher Betreuung und koordiniertem Entlassmanagement. Die beiden Versorgungsarten wurden hinsichtlich folgender Punkte analysiert: Anteil der Patienten, die eine interdisziplinäre Reha-Evaluation und Physiotherapie auf der ITS erhielten; Dauer bis zum Beginn der Reha-Diagnostik und Therapie nach Verlegung auf die ITS; Verweildauer auf der Intensivstation und im Krankenhaus; beatmungsfreie Tage nach der Intensivstation. Die Daten von 152 Patienten mit neuem Versorgungskonzept und 133 Patienten mit der herkömmlichen Versorgung wurden verglichen. Ein zeitnaher Beginn der Rehabilitation verkürzte die Verweildauer auf der ITS. Zudem gab es keine schwerwiegenden Komplikationen oder Todesfälle. Die neu eingeführte frühzeitige interdisziplinäre Rehabilitation schnitt in allen Punkten signifikant besser ab: