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Oropharyngeale und Zungenübungen (myofunktionale Therapie) zeigten sich in anderen Studien schon wirksam gegen das obstruktive Schlafapnoe-Syndrom. Nun wollten amerikanische Forscher wissen, ob dies auch für das Schnarchen gilt. Sie recherchierten in den Datenbanken MEDLINE, Google Scholar, Cochrane Library und CINAHL bis 25. November 2017. Eingeschlossen wurden schnarchende Kinder und Erwachsene, die mit Übungen für Zunge, Mund- oder Rachenraum therapiert wurden; Intensität und Frequenz des Schnarchens mussten erfasst worden sein. Es konnten neun Studien mit insgesamt 211 Erwachsenen eingeschlossen und anhand der PRISMA-Kriterien (Preferred Reporting Items for Systematic Reviews and Meta-Analysis) analysiert werden. Die Probanden machten Sprech-, Mimik-, Zungenkoordinations- und Beweglichkeitsübungen der Kiefergelenke sowie funktionelle Kau-, Schluck- und Saugübungen für mindestens drei Monate. In allen Studien zeigten sich Verbesserungen durch die Therapie: Bei 80 Patienten konnte das Schnarchen um 51 Prozent reduziert werden, gemessen mit einer Visuellen Analogskala. Studien, die den Berlin-Fragebogen (siehe Kasten) verwendet hatten, wiesen nach der Therapie bei 34 Patienten eine geringere Schnarchintensität nach (36 Prozent weniger). Außerdem verringerte sich die Schnarchzeit bei 60 Patienten von durchschnittlich 26 auf 18 Prozent der Gesamtschlafdauer. Die Recherche ergab keine Studien, welche das Schnarchen von Kindern untersucht hatten. Die Autoren schlussfolgern, dass mit myofunktionaler Therapie das Schnarchen von Erwachsenen positiv beeinflusst werden kann.