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Brasilianische Forscher erstellten eine Studie im Crossover-Design und inkludierten 27 Patienten mit kardiovaskulären Erkrankungen oder einem erhöhten Risiko dafür (im Schnitt rund 63 Jahre alt, Body-Mass-Index 29 ± 4). An zwei nicht aufeinanderfolgenden Tagen erhielten die Patienten entweder eine Virtual Reality-Einheit (VR) oder eine konventionelle Therapie. Bei der VR-Intervention trainierten die Teilnehmer mit sensorgesteuerten Bewegungsspielen, bei der konventionellen Einheit nutzten sie das Laufband. Die Trainingsintensität lag bei 40 bis 70 Prozent der Herzfrequenzreserve. Klinische Zielgrößen waren Herzfrequenz, Blutdruck, Atemfrequenz, die subjektive Einschätzung der Anstrengung (Rating of Perceived Exertion – RPE) und die Sauerstoffsättigung.

Die VR-Einheit wirkte sich physiologisch ähnlich auf die Hämodynamik aus wie das Training auf dem Laufband, allerdings waren folgende Parameter höher: Herzfrequenz, Blutdruck und RPE. Dieser Effekt war bis fünf Minuten nach der Anstrengung zu beobachten.

Quelle: Alves da Cruz MM, et al. 2020. Acute hemodynamic effects of virtual reality-based therapy in patients of cardiovascular rehabilitation: a cluster randomized crossover trial. Arch. Phys. Med. Rehabil. 2020 Jan 8. [Epub ahead of print]

Link zum Abstract:pt.rpv.media/ncbi31926142