Innere Medizin

Fitnessarmbänder oder Activity Tracker (AT) sollen die körperliche Aktivität erhöhen. Forscher aus Australien untersuchten nun die Effekte bei kardiologischen Patienten nach Ende der eigentlichen Reha. Dafür erstellten sie eine systematische Übersichtsarbeit mit Meta-Analyse der Literatur bis Januar 2019 und schlossen neun Studien mit insgesamt 1.352 Patienten ein. Die kardiorespiratorische Fitness war größer bei Patienten mit AT und Bewegungsauftrag als bei Kontrollpersonen ohne AT. Aufgrund der Heterogenität wurde eine Sensitivitätsanalyse durchgeführt: Diese bescheinigt den Probanden mit AT eine signifikant größere Schrittzahl als den Kontrollpersonen. Drei von vier Studien besagen, dass der AT zu mehr körperlicher Aktivität bei mittlerer bis hoher Intensität führt. Die im Sitzen verbrachte Zeit unterschied sich nicht zwischen Personen mit und ohne AT. Das Tragen eines AT führte nicht zu kardiologisch unerwünschten Ereignissen. Die Forscher empfehlen in der Erhaltungsphase nach kardiologischer Reha einen AT mit gleichzeitigem Bewegungsauftrag, um die kardiorespiratorische Fitness zu fördern.