Ein italienisches Forscherteam untersuchte diese Frage in einer randomisierten Studie mit 160 Patienten. Einschlusskriterien waren unter anderem ein Alter von 75 Jahren oder älter, die Teilnahme an einer vierwöchigen ambulanten kardiologischen Reha nach akutem Koronarsyndrom, Bypass- oder Herzklappen-Operation. Zusätzlich zum regulären kardiologischen Assessment wurden die Patienten einem ausführlichen geriatrischen Assessment unterzogen, um ihre chronische Belastung durch Co-Morbiditäten und ihr funktionelles, psychoemotionales und sozioökonomisches Profil zu evaluieren. Ausschlusskriterien waren unter anderem moderate bis schwerwiegende kognitive Beeinträchtigungen, gravierende muskuloskelettale Erkrankungen der unteren Extremität, eine Lebenserwartung von weniger als sechs Monaten, Herzversagen oder eine linksventrikuläre Auswurfleistung von 35 Prozent oder weniger. Vor und nach der Intervention wurden die aerobe Kapazität, Kraft der unteren Extremität, Ausdauer und Lebensqualität gemessen. Dazu nutzten die Forscher unter anderem einen kardiopulmonalen Belastungstest auf dem Fahrradergometer, eine isokinetische Kraftmessung und den Fragebogen SF-36.