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Teilweise ja, so das Ergebnis dieser dänisch-niederländischen Studie. Die Forscher randomisierten 164 Patienten, die eine Überweisung für eine kardiologische Rehabilitation bekommen hatten. Während die Interventionsgruppe hochdosiert trainierte, nämlich zwölf Wochen lang dreimal wöchentlich für jeweils eine Stunde (aerobes Training und Kraftübungen), absolvierten die Probanden der Kontrollgruppe dasselbe Programm niedrigdosiert, das heißt nur für acht Wochen und auch nur zweimal pro Woche. Die primäre klinische Zielgröße war die maximale Sauerstoffaufnahme (VO2peak) und wurde jeweils nach zwölf Wochen, nach sechs und nach zwölf Monaten protokolliert. Sekundär beurteilten die Forscher noch Parameter der Muskulatur, wie zum Beispiel die Kraft. Direkt nach Interventionsende war die Gruppe mit hochdosiertem Training in allen Zielgrößen überlegen, nach zwölf Monaten konnten die Forscher nur noch einen positiven Effekt für den Parameter VO2peak beobachten. Auch wenn dieser Effekt klein ist, sollten diese Patienten hochdosiert trainieren, da der VO2peak einen wichtigen Vorhersagefaktor für die Mortalität kardiologischer Patienten darstellt.