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In dieser randomisierten kontrollierten Studie wurden 120 Frauen mit klinisch und elektromyografisch diagnostiziertem Karpaltunnelsyndrom (KTS) entweder der OP-Gruppe (Dekompression) oder der MT-Gruppe zugeordnet. Letztere erhielt drei Behandlungseinheiten, zu denen unter anderem auch desensibilisierende Mobilisationen für das zentrale Nervensystem gehörten. Die Daten von 118 Patientinnen konnten ausgewertet werden. Die MT war der OP in der Kosteneffektivität überlegen – gemessen in Quality-Adjusted Life Years (QALYs), für die sowohl die Lebenszeit als auch die Lebensqualität der Patienten einbezogen werden. Bei den operierten Patienten entstanden höhere Kosten durch Gesundheitsleistungen, die auf die OP folgten, zum Beispiel Wiedervorstellungen beim Arzt und Krankschreibungen am Arbeitsplatz. Die Autoren schlussfolgern, dass Manuelle Therapie für KTS-Patientinnen genauso wirksam ist wie eine OP, aber weniger kostet.