Zwei konservative Therapiestrategien wurden in einer randomisierten Studie aus Malaysia bei 41 Patienten mit Karpaltunnelsyndrom verglichen: das alleinige Tragen einer Orthese oder eine multimodale Therapie mit Orthese, Nervenmobilisation und Ultraschall. 15 Patienten hatten bilaterale Beschwerden, sodass insgesamt 56 Fälle vorlagen. Zu Beginn und nach zwei Monaten füllten die Patienten den Boston Carpal Tunnel Questionnaire (BCTQ) aus, der aus einer Symptom- und Funktionsskala besteht. Nach der Therapie hatten beide Gruppen deutlich weniger Beschwerden und bessere Funktionen. Keine der beiden Therapien war überlegen. Die Autoren schlussfolgern, dass die kurzfristige Symptomlinderung und Funktionsverbesserung allein mit einer Schiene erreicht werden kann.